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Veröffentlicht am 01.04.2021 von Lothar Arnemann

Besonderheiten des virtuellen Pitchens.

Wo es Probleme gibt, besteht eine Nachfrage nach Lösungen. Wer die bedienen kann, hat gute Karten. So wie Biontech zum besten Beispiel. Unser Gesundheitssystem braucht noch viele weitere gute Ideen und jede davon verdient die bestmögliche Präsentation. Deshalb möchten wir hier ein paar Tipps dafür geben – pandemiegerecht.

Im Pitch präsentiert ein Unternehmen sich, eines seiner Projekte oder eine Idee vor potenziellen Geschäftspartnern. Das passiert dieser Tage oftmals in virtueller Form und dabei gilt es, einige Besonderheiten zu beachten. Wer das tut und eine virtuelle Präsentation professionell auf die Monitore bringt, überzeugt sein Publikum nicht nur von seiner Idee. Sie oder er zeigt sich anpassungsfähig, flexibel und dem Wandel gegenüber aufgeschlossen. Diese positiven Eigenschaften strahlen auch auf den Gegenstand des Pitches ab.

Es empfiehlt sich alle gängigen Tools zu kennen. Skype und Zoom sind nur die Spitze des Eisbergs. Versuchen sie in Erfahrung zu bringen, ob ein bestimmtes Tool gesetzt ist und bereiten Sie sich ggf. entsprechend vor. Sie wollen nicht hilflos nach dem Schalter zum Bildschirm teilen suchen, während die Aufmerksamkeit Ihres Publikums langsam zu den Smartphones wandert.

Gönnen Sie sich gutes Equipment. Mit gutem Ton und Bild sind Sie besser präsent, kommen dem natürlichen Auftritt näher. Man hört Ihnen zu, anstatt über die Soundqualität nachzudenken. Auch Licht spielt eine Rolle. Achten Sie bei Gelegenheit darauf, wie Ihre Gegenüber in unterschiedlichen Lichtsituationen wirken. Wer z.B. im Gegenlicht eher als Silhouette erscheint, hat sich offenbar keine Gedanken über das Zoom-Erlebnis der anderen gemacht.

Sprechen Sie deutlich und ausdrucksstark. Normalerweise ist der Großteil unserer Kommunikation nonverbal. Das ändert sich tendenziell im virtuellen Meeting. Die Stimme erhält besonderes Gewicht. Setzen Sie dieses Werkzeug bewusst ein, um Ihr Publikum zu fesseln. Und auch wenn „ähms“ stören, sind sie besser als Pausen, weil wenigstens klar ist, dass die Überragung funktioniert.

Lassen Sie sich von Ihren Folien nicht die Show stehlen. Das geht schnell, denn die nehmen den Großteil des Bildschirms ein. Halten Sie Ihre Folien daher einfach und übersichtlich, damit noch genug Aufmerksamkeit für Sie selbst bleibt.

Wenn Sie dies beachten, können sie die Vorteile virtueller Meetings voll ausschöpfen. Sie präsentieren morgens in München, mittags in Hamburg und abends in Rio. Oder andersrum, von wo auch immer. Ganz ohne Reisekosten und einsame Nächte in Hotels. Andersherum können sich Investoren mehr Pitches ansehen. Das bedeutet auch mehr Chancen und mehr gelöste Probleme. Wir freuen uns darauf und hoffen, dass die Praxis des virtuellen Präsentierens nicht mit der Pandemie endet.