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Veröffentlicht am 27.04.2021 von Lothar Arnemann

Chefsuche ist nicht Chefsache.

Chefsuche ist nicht Chefsache 

 Die Suche nach Führungskräften ist eine Aufgabe, die Unternehmen idealerweise nicht selbst erledigen. Aus mehreren guten Gründen.

 Das übliche Verfahren eines Unternehmens bei der Stellenbesetzung beginnt für gewöhnlich mit einer Stellenanzeige. Damit ist das erste Problem schon programmiert: eine erdrückende Flut an Bewerbungen. Diese fordert beträchtliche Ressourcen, um damit angemessen umzugehen. Sie müssen nicht nur die Nadel im Heuhaufen finden, Sie sollten auch dem Heuhaufen freundlich aber bestimmt absagen. Sie wollen sich nicht den Ruf schaffen, arrogant oder schlecht organisiert zu sein, wenn Sie nicht oder nicht kompetent antworten. Dadurch entstehen extreme Peaks im Workload der Personalabteilung.

Stellenanzeigen erreichen viele nicht

 Mit Stellenanzeigen finden Sie nur Leute, die aktiv auf der Suche sind. Personalberater kontaktieren auch Kandidaten, die derzeit nicht frei, aber durchaus offen für Veränderungen sind, wenn sich eine attraktive Gelegenheit ergibt. Und für den Fall, dass der angesprochene Kandidat mit dieser Kontaktaufnahme nicht diskret umgeht, steht doch lieber der Personalberater mit verlegenem Lächeln da, als ein Vertreter des suchenden Unternehmens. Es ist gar nicht gern gesehen, wenn die Konkurrenz Mitarbeiter abwerben will. Das Verhältnis zu Wettbewerbern muss man ja nicht unnötig belasten.

Externe sind objektiv

Als objektive Instanz ist die externe Personalberatung nicht anfällig für Management by Vitamin B. Auch in Führungsetagen werden Job an Freunde und gute Bekannte vergeben, was zu suboptimalen Besetzungen führt. Ist die Angelegenheit extern beauftragt, können auch Anfragen, die aus unternehmenspolitischen oder persönlichen Gründen schwierig abzulehnen sind, einfach an den Dienstleister verwiesen werden.  

Ein weiterer wichtiger Grund ist die Spezialisierung des Dienstleisters. Wer den ganzen Tag nur mit Führungskräften umgeht, weiß wie sie ticken und wie man am besten mit ihnen spricht. Zudem kennen und erkennen Personalberater alle relevanten Eigenschäften einer Führungskraft. Mit Eignungsdiagnostischen Tools und jeder Menge Erfahrung finden sie genau die richtigen Leute – wenn es sie gibt.  

 

Schlechte Manager sind am teuersten

 Der letzte Grund ist vielleicht der wichtigste: Die Folgen einer Fehlbesetzung sind fatal. Eine falsche Führungskraft kann bestenfalls viel Geld kosten, schlechterdings die Unternehmenskultur zerstören, Leistungsträger vertreiben oder sogar das Unternehmen ruinieren. Die Kosten für einen Dienstleister nehmen sich dagegen unbedeutend aus.