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Veröffentlicht am 01.04.2021 von Lothar Arnemann

Der Lebenslauf im Gesundheitswesen.

Ambitionierte Bewerber nehmen sich Zeit für ein herausragendes Anschreiben. Sie schreiben klar und einfach, kommen direkt auf den Punkt. Sie prüfen, ob alles Wichtige drin ist, kürzen noch einmal, um es dem Leser so leicht wie möglich zu machen und lassen alles noch von einem aufmerksamen Bekannten Korrektur lesen. Sehr gut. Damit ist der zweite Schritt schon getan.

Erfolgreiche Bewerber schreiben einen gut strukturierten Lebenslauf. Der wird nämlich zuerst gelesen bzw. überflogen. Bei der Vorauswahl haben Personaler dafür durchschnittlich 31 Sekunden Zeit. Profis erkennen in dieser kurzen Spanne aber durchaus, ob es dem Bewerber ernst ist oder ob da eine Standardbewerbung jeweils mit minimalen Änderungen noch an 20 andere Unternehmen geschickt wurde.

Wer mit den richtigen Stichworten im Lebenslauf Bezug zu den Anforderungen herstellt, die in der Ausschreibung formuliert wurden, verbessert seine Chancen. Man darf es der Personalabteilung ruhig leicht machen, die entscheidenden Punkte abzuhaken. Nur sollte nicht der Eindruck entstehen, dass diese einfach aus der Ausschreibung abgetippt wurden.

Und was ist mit persönlichen Interessen? Sollen die auch in den CV? Das hängt davon ab, ob dabei Softskills eine Rolle spielen, die auch im Job relevant sein können. Wer in seiner Freizeit noch die Fußballmannschaft der Tochter trainiert, sollte dies aufnehmen, wenn es um eine Stelle als Kinderarzt geht. In der Radiologie könnte das eigene kleine Elektromuseum interessanter sein.

Eine weite FAQ: Wie umgehen mit Lücken im Lebenslauf? Verstecken ist zwecklos. Personaler wittern das wie ein Hund sein Lieblingsessen. Eine gute Begründung ist besser als eine aufgeflogene Tarnung. Bei einem Sabbatjahr, längerer Elternzeit oder Pflege Angehöriger ist sind Gründe natürlich kaum nötig. Kniffliger wird es, wenn es eine Phase der Orientierungslosigkeit gab. Solche Lücken sind die erste Gelegenheit für Bewerber ihren Umgang mit Problemen zu zeigen. Werden diese unter den Teppich gekehrt oder kreativ angegangen? Ein Jahr lang Party als ausgiebige Bedenkzeit für die wichtigste Entscheidung im Leben zu interpretieren ist aussichtsreicher als „Lücke? Welche Lücke?“. Gesucht werden letztlich Menschen und keine Dienstroboter.